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Sauna in Finnland

Die Sauna in Finnland ist ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur. Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Ferienhäusern) vorhandene Privatsauna dient der Entspannung und Körperreinigung. In der traditionellen Form ersetzt die Sauna das Badezimmer, d. h. die komplette Körperreinigung findet dort statt, in modernen Wohnhäusern werden teilweise Badezimmer und Sauna zusammengelegt. Wenn in früherer Zeit ein neues Haus angelegt wurde, wurde zuerst das Saunagebäude errichtet. Die Sauna war der einzige Raum, in dem es heißes Wasser gab, außerdem der sauberste und sterilste, weshalb dort auch die Kinder geboren wurden. Babys werden schon frühzeitig mit in die Sauna genommen, was in Maßen medizinisch unbedenklich ist. Unter finnischer Sauna versteht man eine aus Holz gefertigte Sauna. Das Saunaholz mit der längsten Tradition in Finnland ist die Espe, da dieses Holz schon immer als wertloses Holz galt, und somit als preisgünstig und funktionell angesehen wurde. Eine traditionelle, und auch in Deutschland und anderen Ländern bekannteste Form der finnischen Sauna ist die Rauchsauna. Hier wird ein großer Steinhaufen über mehrere Stunden, zumeist den ganzen Tag lang mit großen Holzscheiten aufgeheizt, wobei sich der Rauch im Saunaraum selbst ausbreitet. In Finnland gibt es keine festen Zeitdauern für die Länge eines Saunaganges oder der Pausen. Es reicht vom schnellen fünfminütigen Saunagang zwischendurch bis zum regelrechten stundenlangen Saunamarathon. Zu dem sind die Saunagänge und die Pausen abhängig von der Temperatur in und außerhalb der Sauna sowie vom sozialen Geschehen um die Sauna herum. Die Sauna ist nach wie vor wichtiger Bestandteil der finnischen Identität. Eine Einladung zum Saunabad ist Auszeichnung und Vertrauensbeweis! Prinzipiell unbekannt ist in der finnischen Sauna ein Bademeister. In der privaten Sauna sowieso nicht, aber in öffentlichen Saunen höchstens zum An- und Ausschalten oder zum Brennholz nachlegen. Denn das richtige Maß für einen Aufguss kennt nur der Saunierende. Den Aufguss macht in der Regel derjenige, der neben dem Aufgusseimer sitzt, oft auf der obersten Bank, wo die Temperatur am besten eingeschätzt werden kann. In aller Regel wird das ungeschriebene Gesetz „sillä puheet kenellä kuuppa” befolgt, was frei übersetzt so viel heißt wie „wer die Kelle hat, hat das Wort”. Alle paar Minuten wird Wasser aufgegossen, so dass ausreichend Dampf und Hitze entsteht, was das Wedeln mit dem Handtuch überflüssig macht. Im übrigen gilt es in Finnland als höflich, wenn ein frisch in den Saunaraum Eintretender eine Kelle Wasser über die Steine wirft, um den durch das Öffnen der Türe entstandenen Wärmeverlust dem Empfinden nach auszugleichen. In der Sauna sind alle gleichgestellt und niemand hat etwas zu verbergen. Deshalb gehört die Sauna in Finnland auch zu offiziellen Verhandlungen, in der Sauna wird die Grundlage für Kompromisse gelegt. Das Zugeben von Duftölen zum Aufgusswasser ist regional unterschiedlich stark verbreitet, mancherorts eher verpönt und nicht in die finnische Sauna gehörend. Verbreiteter ist eher das Hinzufügen von Duftölen direkt in die Schöpfkelle für einen Wasserwurf sowie das Mitnehmen von Birkenzweigen und Bier in die Sauna. Wer nach Finnland auswandern möchte, kann nicht nur die Hauseigene Sauna genießen, sondern auch von dem guten Klima in der finnischen Wirtschaft profitieren. Hochqualifizierte Fachkräfte werden besonders im Bauwesen und in der Industrie gesucht. Auswandern nach Finnland lohnt sich aber auch für geringer Qualifizierte, die im Dienstleistungssektor und in Pflegeberufen arbeiten wollen. Die passende Krankenversicherung für die Reise oder den langfristigen Aufenthalt in Finnland vergleichen Sie ebenso wie die für Sie passende Sauna. Finnland bietet ein umfangreiches Angebot an Kultur und Reisezielen, und oftmals entdeckt man dabei den Wunsch des langfristigen Aufenthaltes, und damit das Leben in Finnland.